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Für alle, die bereits einen IGLHAUT Allrad fahren und für alle Interessierten, die auf den Geschmack kommen wollen, haben wir nachstehend ein paar Tipps zum Fahren im Gelände zusammen getragen. Viel Spaß bei der Vorbereitung Ihrer nächsten Geländefahrt!
Vorbereitung
Sitzposition
 | | Tipps Geländefahren 1 | Die korrekte Einstellung der Sitzposition ermöglicht aufmerksames und entspanntes Fahren. Nur wer als Fahrer richtig sitzt, kann in kritischen Situationen auch schnell und richtig reagieren. Beide Hände gehören ans Lenkrad! Und zwar links und rechts außen in der klassischen Viertel-vor-Drei-Stellung - so, wie es jeder einmal in der Fahrschule gelernt hat. Aber Vorsicht! Abweichend vom Fahren eines nomalen PKW, umklammern die Daumen in einem Geländewagen abseits der Straße niemals das Lenkrad, sondern sie liegen locker oben auf! Beim Fahren über Hindenisse oder beim seitlichen Abrutschen des Fahrzeuges kann es durch eine äußere Einwirkung zu einem blitzartigen Drehen des Lenkrades kommen. Bestenfalls ist dies nur äußerst schmerzhaft, aber es sind auch schon schlimmere Verletzungen passiert! Die Unterarme sind angewinkelt, der Abstand Fahrersitz zu den Pedalen darf nicht zu groß und die Rückenlehne nicht zu weit nach hinten geneigt sein. Bei Offroad-Fahrten wird die Rückenlehne etwas steiler als normal gestellt, um eine möglichst aufrechte Sitzhaltung einzunehmen. So können vor dem Auto befindliche Hindernisse leichter und vor allem früher wahrgenommen werden.
Ladung
 | | Tipps Geländefahren 2 | Gepäckstücke und Ladegut müssen immer sicher verstaut und gut befestigt werden! Rutschende Ladung kann schlimme Kettenreaktionen (z. B. plötzliche Verlagerung des Schwerpunktes des Fahrzeuges, Kippen u.s.w.) hervorrufen. Verrutschende Gepäckstücke können das Fahrzeug beschädigen oder sogar Verletzungen der Insassen verursachen! Schwere Gegenstände gehören "nach unten". Bei Geländefahrten ist ein tiefer Schwerpunkt wichtig für das Fahrverhalten. Ein hoher Schwerpunkt verschlechtert das Wank- und Kippverhalten, außerdem verlängert sich der Bremsweg des Fahrzeuges. Auf Dachgepäckträgern sollte grundsätzlich möglichst wenig transportiert werden, auch wenn moderne Fahrzeuge über zum Teil beachtliche Dachlasten verfügen. Wenn es unvermeidlich ist, sollten nur leichte Gegenstände auf dem Dach transportiert werden. Auch hier gilt: Jedes Kilogramm auf dem Dach verschlechtert den Schwerpunkt und damit das Fahrverhalten. Außerdem steigt der Kraftstoffverbrauch durch die Verschlechterung des Luftwiderstandes zum Teil erheblich an.
Fahren im Gelände
Steil bergauf oder bergab
 | | Tipps Geländefahren 3 | Die Steigfähigkeit eines IGLHAUT Allrad liegt bei griffigem
Untergrund - je nach Fahrzeug - bei ca. 80 Prozent. Dies ist abhängig von der Fahrzeugausstattung, der Motorisierung und der Beladung. Begrenzt wird die Steigfähigkeit letztendlich von der Haftfähigkeit der Reifen. Vor der Steigung sollte Low Range (die Geländeuntersetzung) eingelegt werden. Dann
sanft und gleichmäßig Gas geben, um ein Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Verlieren ein oder mehrere Räder den Bodenkontakt (z. B. durch starke Verschränkung) oder drehen auf rutschigem Untergrund durch, werden das Gaspedal zurückgenommen und die Differentialsperren (siehe weiter unten) zugeschaltet.
Übrigens:
Bei Fahrzeugen mit elektronisch gesteuerten Allradsystemen muß in dieser Situation genau gegensätzlich gehandelt werden: Das Gaspedal wird stärker betätigt, um zwischen den Rädern einer Achse eine Differenz in den Radumdrehungen (mindestens ein Rad dreht haltlos durch) zu erzeugen. Das oder die durchdrehenden Räder werden nun elektronisch durch die Fahrzeugbremse abgebremst und somit die Antriebsenergie auf das oder die Räder umgeleitet, welche noch Bodenkontakt haben. Dies funktioniert auf z. B. Waldwegen sehr gut, auf denen ein Rad kurzzeitig die Bodenhaftung verliert. Im schweren Gelände oder bei starken Steigungen hingegen bremst sich das Fahrzeug oftmals bis zum Stillstand ab, da die Antriebsenergie trotz des Bremseingriffs an den durchdrehenden Rädern verpufft - und das obwohl der Fahrer voll auf dem Gaspedal steht!
Niemals darf im Hang gewendet werden! Ist eine Stelle unpassierbar, wird der Rückwärtsgang
eingelegt und vorsichtig rückwärts gerollt. Dabei niemals im Leerlauf rollen. Durch den eingelegten Gang bleibt der Kraftschluss erhalten und die Motorbremse
wird ausgenutzt. Optional kann Ihr Fahrzeug bei IGLHAUT auch mit einer Seilwinde ausgerüstet werden. Eine Winde ist allerdings nur zur Überwindung einer kurzen schwierigen Stelle oder zur Sicherung bei gefährlichen Passagen gedacht. Ein Fahrzeug wird keinesfalls einen kompletten Hang mittels Seilwinde hinauf gezogen! Kurz vor Erreichen der Kuppe sollte das
Gas leicht zurückgenommen werden. Man nutzt den Schwung, um die Kuppe zu überqueren, sollte aber unbedingt ein zu schnelles Überfahren vermeiden. Gefahren, die hinter der Kuppe lauern, könnten sonst zu spät erkannt werden.
Bergab fährt man wie auch bergauf
immer in der sogenannten Falllinie. Hierzu stellt man sich die Strecke vor, die eine Kugel von der aktuellen Position (auf dem Berg) zum Fuß des Berges rollen würde. Es gibt nur eine Ausnahme: Bei starken Absätzen kann kurzzeitig von der
Senkrechten abgewichen werden und der Übergang wird leicht schräg angefahren. Bergab wird der gleiche Gang benutzt wie bergauf. War das Steilstück nur im ersten
Geländegang bergauf zu bewältigen, wird diese Gangstufe auch für die
Talfahrt gewählt. Für extreme Abfahrten
im Gelände gibt es eine bewährte Methode: Den 1.
Gang in Low Range einlegen und die Motorbremse nutzen,
damit die Traktion nicht abreißt.
Passieren von Hindernissen
 | | Tipps Geländefahren 4 | Beim Überfahren von Felsen oder
Baumstümpfen extrem langsam fahren! Hier kommt die große, serienmäßige Geländeuntersetzung zum Einsatz. Das Fahrzeug "krabbelt" geradezu im Low Range, mit eingelegtem 1. Gang und im Standgas über die Hindernisse. Es muß dann nur noch mit Hilfe des Bremspedals korrigiert werden. Am besten übernimmt ein Beifahrer das Einweisen. Ist das Ausweichen oder Wegräumen
von größeren Steinen o. ä. nicht möglich, wird das Hindernis mittig
mit einem Vorderrad angefahren. Auf keinen Fall
versuchen, es zwischen die Räder zu nehmen - Ölwanne, Spurstangen,
Achsdifferential oder Tank könnten sonst beschädigt werden. Spurrillen
in sandigem oder schlammigem Untergrund nur benutzen, wenn Sie das vorausfahrende Fahrzeug beobachten konnten. Der Boden ist meist aufgewühlt und Löcher oder Steine sind im Schlamm schwer zu erkennen.
Schräg fahren
Der konstruktionsbedingte seitliche
Kippwinkel eines Fahrzeuges liegt - je nach
Ausstattung und Bereifung - bei ca. 30 Grad. Im Fahrbetrieb sollte
stets eine Sicherheitsreserve eingerechnet werden - ein Stein oder ein übersehener Buckel auf dem Weg kann sonst ausreichen, den Grenzwert zu überschreiten. Zudem
haben Art und Größe der Bereifung Einfluss auf das Kippverhalten des Fahrzeuges, außerdem
die Zuladung und nicht zuletzt eine mögliche Dachlast.
Fahren über Sand
 | | Tipps Geländefahren 5 | Vor Befahren von lockerem Sand kann bei Bedarf der Reifendruck bei schlauchlosen Reifen auf bis zu 0,8 bar reduziert werden, um die Auflagefläche des Reifens zu vergrößern. Dieser Minimaldruck sollte allerdings nicht unterschritten werden - sonst
kann selbst bei vorsichtiger Fahrweise der Reifen von der Felge
rutschen. Bei reduziertem Reifendruck sind
ruckartige Lenkbewegungen und starke Lastwechsel zu vermeiden. Fahren im Low Range hilft, den hohen Rollwiderstand im Sand zu überwinden. Gegebenenfalls müssen die Differentialsperren zugeschaltet werden. Bei Fahrten über staubige Pisten empfiehlt sich ein Top-Air Luftfilter, der mit hochgesetztem Vorfilter für saubere Ansaugluft sorgt.
Fahren durch Wasser
 | | Tipps Geländefahren 6 | Vor der Durchquerung von Flüssen oder
Wasserlöchern muss stets die Tiefe des Wassers und die Beschaffenheit des Untergrundes geprüft werden. Im Zweifelsfall muss die gewählte Passage zu Fuß durchwatet werden. Die Wattiefe des Vito / Viano mit IGLHAUT Allrad beträgt bis zu 60 Zentimeter, der Sprinter mit IGLHAUT Allrad hat sogar eine Wattiefe von bis zu 70 Zentimeter - abhängig von der Größe der Bereifung. Diesen Tiefen können die Fahrzeuge problemlos kurzzeitig ausgesetzt werden. Für längere Fahrten durch Wasser sind ggf. spezielle Anpassungsarbeiten (z. B. Höherlegung diverser Entlüftungsleitungen) notwendig. Sollte das Fahrzeug in tieferes
Wasser rutschen und die Gefahr bestehen, das Wasser angesaugt wird, sofort die Zündung ausschalten, sonst droht dem Motor
durch einen sogenannten Wasserschlag ein schnelles Ende. Auch hier kann ein Top-Air Luftfilter helfen, Schäden zu vermeiden. Wasser stets
mit niedriger Motordrehzahl, in Low Range und im 1. Gang durchfahren, dabei möglichst nicht stehen bleiben. Der hohe Widerstand des Wassers und die
geringe Traktion des Untergrundes erschweren das Anfahren
oder machen es sogar unmöglich. Außerdem stets die Klimaanlage abschalten. Ein Fluss wird schräg
in Strömungsrichtung durchfahren. Vor der Durchfahrt die
Scheinwerfer ausschalten oder nur das Standlicht einschalten. Das
plötzliche Abkühlen im Wasser läßt die erhitzten Gläser der
Hauptscheinwerfer sonst reißen. Nach Schlamm- oder Wasserdurchfahrten muss sofort die Bremse betätigt
werden, um die Funktionsfähigkeit der Bremsanlage zu testen. Eine Bremsung befreit die Anlage von Schlamm und Wasser und legt die Bremsbeläge wieder an die Bremsscheibe an.
Mechanische und elektronische Helfer
Allrad-Antrieb im Gelände
 | | Tipps Geländefahren 7 | Das wichtigste im Gelände ist stete Traktion. Der permanente IGLHAUT Allradantrieb verteilt die Kraft des Motors gleichmäßig auf alle vier Räder, sodaß immer genügend Vortrieb vorhanden ist, auch wenn einmal ein oder mehrere Räder den Bodenkontakt verlieren. Nicht weniger wichtig ist eine Geländeuntersetzung, die bei IGLHAUT seit jeher sehr groß ausgelegt ist. Trotz aller Technik ist ein gefühlvoller Umgang mit dem Gaspedal sehr wichtig, denn auch der teuerste Geländereifen kann keinen Grip aufbauen, wenn er haltlos durchdreht.
Übrigens:
Bei IGLHAUT besteht die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit offroad-tauglichen Geländereifen auszustatten. Das Profil der Reifen wird dabei auf den Einsatzzweck des Fahrzeugs abgestimmt.
Differentialsperren vs. Elektronik
Ein elektronisch geregeltes Antriebssystem sorgt dafür, dass ein durchdrehendes Rad über das Bremssystem bis zum Stillstand abgebremst wird. Das Rad mit Traktion soll dann für den Vortrieb sorgen. Stillstand? In der Praxis kommt dieses System erfahrungsgemäß in extremen Situationen sehr schnell an seine Grenzen. Hier helfen nur 100 %ige, mechanische Differentialsperren. Bei IGLHAUT erhalten die Fahrzeuge bis zu drei dieser mechanischen Helfer, welche die Räder fest miteinander verblocken und somit für den nötigen Vortrieb sorgen. Um Beschädigungen zu vermeiden, können die Sperren nur bei eingelegter Geländeuntersetzung zugeschaltet werden. Deshalb: Nicht warten, bis die Räder haltlos durchdrehen und das Fahrzeug zum Stillstand kommt, sondern rechtzeitig in Low Range wechseln und bei schwierigem Gelände zusätzlich die Differentialsperren aktivieren.
Low Range (Geländeuntersetzung)
 | | Tipps Geländefahren 8 | Die Low Range - Stellung im Verteilergetriebe "untersetzt" das Getriebe des Fahrzeuges und erhöht damit die Kraft bei gleichzeitig reduzierter Geschwindigkeit. Dies sorgt für den nötigen Vortrieb durch tiefen Sand oder Schlamm und läßt den Geländewagen Berge "erklettern". Zum Einlegen von Low Range muss angehalten werden, daher ist vorausschauendes Fahren im Gelände besonders wichtig. Der Wechsel vom Gelände- zurück in den Straßenbetrieb kann während der Fahrt, bei eingelegtem Leerlauf, erfolgen.
ABS im Gelände
Alle Geländewagen verfügen über ein Anti-Blockier-System. Das ABS verhindert bei einer starken Bremsung das Blockieren der Räder und damit ein Ausbrechen des Fahrzeuges auf nasser oder rutschiger Fahrbahn. Zudem bleibt es während des Bremsens lenkbar, damit ggf. Hindernissen ausgewichen werden kann. Auf Schotter, Sand oder in tiefem Schnee sollte das ABS hingegen abgeschaltet sein. Das geschieht bei Fahrzeugen mit IGLHAUT Allrad automatisch beim Zuschalten der mittleren Differentialsperre (Verteilergetriebespere). Denn: Im Straßenbetrieb hält das ABS das Fahrzeug steuerbar, indem es das Blockieren der Räder verhindert; im Gelände hingegen kann das Blockieren auf losem Untergrund unter Umständen einen entscheidenden Vorteil bringen. Das Fahrzeug wird nämlich durch einen (Brems-)Keil aus Steinchen oder Sand, der sich vor dem rutschenden Reifen bildet, verzögert.
Übrigens:
Das ABS-System in Fahrzeugen mit IGLHAUT Allrad wurde speziell für Allradfahrzeug entwickelt.
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